2. Suicide Squad Stadium Sprint, 01.09.2018

Am Samstag gab es für die union dirtrun.company viel zu tun. Sowohl in Deutschland beim Europe´s Toughest Mudder als auch beim Ultra Beast in Valcianska Dolina waren wir vertreten. Aber auch in Österreich konnte man sich etwa eine Autostunde von Wien entfernt, in Ternitz, einem heimischen Leckerbissen widmen – dem 2. Suicde Squad Stadium Sprint. Durchgeführt wird der Lauf, wie der Name schon verrät, vom Suicide Squad Running Team am Sportplatz-Gelände von Ternitz.

Nachdem das Feedback nach der Erstausgabe voriges Jahr durchwegs positiv war und mir der Lauf wärmstens ans Herz gelegt wurde, ist die Entscheidung schnell gefallen. So machten sich meine Frau und ich am Samstag, den 1.9. um 10 Uhr vormittags auf den Weg.

drc beim Suicide Squad Stadium Sprint

Interessantes Rennformat

Alle anderen Starter der union dirtrun.company waren schon in der Früh vor Ort. Der SSSS bietet nämlich einen Fun Lauf und einen Hauptlauf an. Beim Fun Lauf steht, wie der Name schon sagt, der Spaß im Vordergrund. So wird die Stadion Runde einmal und in größeren Gruppen bewältigt, die Hindernisse können in Ruhe begutachtet werden und helfen ist ausdrücklich erlaubt. Dieser hat schon um 8 Uhr begonnen und gaaanz wichtig, es gibt eine eigene Finisher-Medaille!

Weiters wurde heuer erstmalig die X-Force veranstaltet. 9 wackere Streiter, oder sollte ich lieber Verrückte sagen, haben sich der Aufgabe angenommen, die Stadion Runde ca. 6h lang (genau gesagt nach dem Ende des Hauptlaufes wurde die letzte Runde beendet) unentwegt zu bewältigen. Am Ende standen, glaube ich, 16 Runden beim Sieger auf dem Holzbrett. Da sind bei ca. 2,2km Rundenlänge dann gleich mal 35km beisammen. Dieser Mammutaufgabe haben sich zwei unserer Mitglieder gestellt.drc beim Suicide Squad Stadium Sprint

Der Hauptlauf

Wir hatten uns für den Hauptlauf angemeldet, hierbei ist die Stadionrunde zweimal zu bestreiten. Dies aber mit 1 Stunde Abstand. Somit war ich gespannt, wie sich diese Art Rennformat denn so anfühlt. Gestartet wurde in 2-Minutenabständen mit jeweils 2-3 Startern. Und los geht’s…

Gleich zu Beginn durfte ich mir ein Gummiband um die Beine schlingen und eine kleine Runde im Kreis hüpfen. Sofort war der Puls in spürbaren Regionen. Danach eine kleine Anhöhe rauf über die Ladefläche eines Lieferwagen hin zu einer Runde Autoreifen tragen. Dann die Anhöhe wieder runter über eine Metallabsperrung zum Seilklettern. Hier konnten als Strafübung 10 Burpees absolviert werden. Das Seil locker hinter mir gelassen ging es ein wenig ins Laufen, hin zu einem Rasenplatz gleich neben dem Stadion. Dort warteten ein Reifenhindernis, zwei Mal Hartplastikrohre überwinden sowie zwei Mal eine Art kleiner Bauschuttcontainer durchqueren (einmal in den Container rein und unten wieder raus, das andere Mal umgekehrt).

drc beim Suicide Squad Stadium Sprint

Amüsante Hindernisse im Stadion

Am Weg retour ins Stadion musste unter einem Militärfahrzeug durchgekrochen werden, um danach eine längere Strecke Barbed Wire Crawl zu bewältigen. Danach ging es im Sprint zur Hindernis-Armada. Zuerst sollte beim Eisstock Schießen ein kleines Metallplättchen getroffen werden. Nicht getroffen hieß 5 Burpees, welche ich natürlich gerne runtergepumpt habe 😉

Im Anschluss ging es sofort zu einer kleinen Runde Sandbag Carry, nach welchem Kübel hochdrehen am Programm stand. An einem Kübel mit etwas Kies war ein Seil mit einer Spule befestigt. Der Kübel musste, die Spule mit den Händen nach vor gestreckt haltend, hochgekurbelt werden, ein sehr witziges Hindernis. Gleich danach war der Tire Flip (2x) und dann kam der „Holzplatten-Lauf“. Eine Holzplatte mit 4 Rollen, wahrscheinlich um einen Blumentopf o.ä. draufzustellen, musste eine kleine Runde mit den Händen geschoben werden. Sprich, man ist in Yoga-Position („Herabschauender Hund“ sagt Google^^) einmal eine abgesteckte Runde marschiert.

Stadionrunde

Danach ging‘s rein in einen Wassercontainer, um anschließend die Hindernisse im Stadion in Angriff zu nehmen. Zuerst eine kleine Holzmauer überwinden, danach sich durch ein Reifenhindernis durchquetschen und ab über eine kleine Holzschrägwand und durch eine Wassergrube zur Slippery Wall und der Inverted Wall. Schnell noch die Anhöhe rauf und über Stiegen wieder runter, über eine 2m Wall und ab ins Ziel. Äh, doch nicht, die Stadionrunde musste nochmal bewältigt werden. Also zurück zur kleinen Holzmauer und repeat.

Nach dem ersten Heat war ich so richtig warm geworden und hätte mir, auch aufgrund des massiven Regenfalls während des Laufs, schon gerne gleich die nächste Runde gegeben. Aber es hieß jetzt ca. eine Dreiviertelstunde warten. Hier mit klatschnassen Sachen nicht gänzlich auszukühlen, ist mal eine andere Art Herausforderung. Trotzdem habe ich die zweite Runde sogar noch etwas schneller beenden können und mir die ersehnte Finishermedaille abgeholt. Medal Addicts konnten natürlich sowohl Fun als auch Hauptlauf starten und so sogar 2 unterschiedliche Medaillen ergattern.

Fazit Suicide Squad Stadium Sprint

Das Suicide Squad Running Team hat hier wirklich einen feinen kleinen Lauf auf die Beine gestellt. Die Hindernisse entsprechen dem gängigen Standard (Seil, Tire Flip, Barbed Wire Crawl, Slippery + Inverted Wall, etc.), bringen aber durch ihre Besonderheit (Eisstock, Spule, Holzplatte) einen schönen Touch in das Ganze. Die Strecke ist mit 2,2km Länge ideal, um mal auf Volldampf zu laufen (was ich mich zum Beispiel selten traue) und auch für Einsteiger perfekt geeignet. Die Location bietet warme Duschen, einen großen kostenlosen Parkplatz und eine Kantine – was will man mehr.

Sehr cooles Detail am Rande: Es gab dort eine Fotobox, um ein kostenloses Erinnerungsfoto mitzunehmen.

Noch ist der SSSS eine Art Geheimtipp, aber da auch die zweite Ausgabe wieder gelungen ist, wird sich das fürs kommende Jahr (der Termin steht mit 31.08.2019 schon fest) bestimmt ändern.

(Martin Schnecker)

 

Der X-Force

Zusätzlich ließ sich Marco Schwarzer, der Head des Suicide Squad Running Teams, noch etwas spezielles für die Verrückten unter den Verrückten einfallen. Bei der X-Force mußte man ab 08:30 Uhr während des gesamten “normalem” Bewerbes Runde um Runde herunterspulen. Wenn der letzte normale Läufer an den Start ging wurde für die X-Force die letzte Runde eingeläutet. Das hieß soviel wie zwischen 5 und 6 Stunden soviele Runden wie möglich.

Natürlich war es mir eine Ehre als Nummer eins auf die Startliste zu kommen. Am Lauftag ging es bei strömenden Regen früh Richtung Ternitz. Ein kurzer Zwischenstopp wurde beim goldenen M eingelegt um die Reserven nochmals zu füllen.

Angekommen wurde das Terrain besichtigt und die Anmeldung erledigt. Zum Lauf selbst gibt es nicht viel zu sagen…5,5 Stunden immer wieder wie ein Hamster die selbe Runde. Wie wahnsinnig mußte man sein um sich das anzutun. Das Wetter war wechselhaft, man erlebte von Gewiiter bis Sonnenschein so ziemlich alles was man sich vorstellen konnte. Für die X-Force Läufer gab es eine eigene überdachte “Labestation”  wo man alles fand was das Herz begehrte.

Für mich war der Lauf eine Herzenssache da ich weiß wie Marco das alles lebt und es hat mich für ihn besonders gefreut das alles tadellos funktioniert hat.

Schlußendlich hatte ich nach 5:29 insgesamt 14 Runden (31,29 km laut meiner Uhr) geschafft und sage und schreibe 560 Hindernisse überquert.

Danke an Marco und das Suicide Squad Running Team für diese Superidee!!!!!!!!

(Andreas Dietrich)

 

Fotos: hier