Buchberg Challenge, 18.08.2018

Endlich war es soweit! Mit Vorfreude und Spannung (da ich schon ahnte, wer für die Streckenführung und Hindernisse verantwortlich ist und was alles lustiges und „arges“ ausgeheckt wurde) ging es per Zug und Kapitalistentaxi (Sonntags fahren keine Busse und sie wissen es auszunutzen) nach Asperhofen zur Buchberg Challenge.

Zeitig am Morgen

Samstag früh und was gibt es zunächst Schöneres als, bekannte und befreundete Gesichter und viele Läuferinnen und Läufer zu erblicken, die sich alle schon auf den Start und die nächsten Stunden freuen. Die ganze Organisation und das Prozedere wurden sehr professionell und freundlich abgewickelt. Beginnend bei der Startnummernabholung, der Gepäckabgabe, des wundervollen Starterpakets, des Aufwärmprogramms und so weiter.

Meine Wenigkeit ist nur bei den +10km an den Start gegangen, da ich mich der Anstrengung nicht stellen wollte, bei der Hitze einen Hindernislauf mit knapper Halbmarathondistanz zu laufen. Die „kurze“ Distanz hatte es in sich… ohnehin…

Los geht‘s

Gleich nach dem Startschuss ging es zur Abkühlung durch die Große Tulln, dann entlang so mancher Felder, unterbrochen von ein paar Geschicklichkeitsübungen und einem Reifenhindernis. Der wohl größte Spaß für die Streckensetzer war der stinkende und mit schwarzem Wasser gefüllte Bach, der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer fluchen lies. Mich eingeschlossen, Rufzeichen, fett geschrieben!

Start Buchberg Challenge

Raus aus dem Dreck und weiter entlang der Felder laufend. Inverted Walls und kleinere Wände als nächste Hindernisse auf einem kleinen Sportplatz. Langsam aber doch ging es auch immer mehr bergauf. Davon einmal auch erschwerend bei einer Station, an der eine Runde Reifentragen am Programm stand.

Auf einer Wiese unterhalb des Buchbergs dann das Motto „Auch Spaß muss sein“ mit Zielwerfen von Tennisbällen und diversen Gleichgewichtshindernissen, bei denen aber auf Wunsch ein paar unterstützende Hände angeboten wurden.

Laurenzikirche Buchberg Challenge

Für weitere Abkühlung sorgte eine Waldpassage, die ein potemkinsches Stromhindernis und ein Memoryboard bereithielt. Zu Zweitem lässt sich einiges erzählen: Ein langer Text mit vielen Farben. Ungläubige Gesichter davor. Die innere Frage: „auswendig lernen oder drauf scheißen?“. Nach einer halben Minute die Erkenntnis, dass wohl letzteres praktischer zu sein scheint.

Ein harter Weg nach oben

Der Wald war dann auch Schauplatz der – zumindest für mich – anstrengendsten Herausforderungen. Ein Sandsack, der objektiv  zwar nicht so schwer war, doch das Gelände das ich mit diesem bewältigen musste, hatte es in sich. Steil bergab und steil bergauf. Die Bäume unterwegs bergauf konnte ich wunderbar zum Anlehnen gebrauchen.

Sandsack

Noch etwas steiler ging es durch die Botanik zum höchsten Punkt. Dort wo es nicht mehr zu gehen möglich war, musste der Allradantrieb – sprich alle Viere – herhalten. Der weitere Spaß dann am Gipfel. Ein Container mit Wasser, ein Multirig sowie eine weitere Inverted Wall, die ja zu meinen persönlichen Lieblingshindernissen zählt. Mitten drin fand sich eine opulente Labestation, die so ziemlich alles bot was des Sportlers (und Naschkatzens) Herz begehrte.

Der Dämpfer dann ein paar Meter weiter, als ich zum Memory Board befragt wurde: Die Anzahl der Striche der Umrandung?  Keine Ahnung! Wer schaut denn auf so etwas? Angeblich hat es wirklich ein paar TeilnehmerInnen gegeben, die dies gewusst haben. Respekt!

Buchbergwarte

Als Strafe hieß es ein Gummiringerl holen von der Aussichtswarte. Gut, Stiegen waren bis dahin eh noch keine dabei, also schadet es der Figur nicht, auch diese Herausforderung anzunehmen. Ab diesem Zeitpunkt ging es dann bergab (Höhenmetertechnisch), durch den Wald, entlang von Wegen und Straßen. Unterbrochen von weiteren Hindernissen wie dem Fortbewegen mit engen Gummibändern an den Fußknöcheln (a.k.a. Bunny Hop) á la Spartan Race Osteuropa.

Windschutzgürtel voraus

Zur allgemeinen Freude wurde dem schwarzen, übelriechenden Wasser auch noch ein Besuch abgestattet, bevor es zur rituellen Reinigung in Form vom Robben unter einem Gitter durch die Große Tulln ging. Als Abschluss und Vorreinigung ein willkommenes Hindernis!!

Mit Handschuhzielwerfen auf eine erhöhte Plattform (a.k.a. High Five) und einer letzten Schrägwand ging es ins Ziel und ich konnte eine meiner schönsten, definitiv aber meine größte Medaille bis dato in Empfang nehmen.

 

Mein Fazit Buchberg Challenge

Trotz der vielen Anstrengungen hat sich dieser Lauf mehr als gelohnt. Vor allem die freundschaftliche und familiäre Atmosphäre haben diese Veranstaltung zu etwas Besonderen gemacht. Selten, dass ich unterwegs von so vielen Helferinnen und Helfern freudig begrüßt wurde. Und auf der anderen Seite eine perfekte organisatorische Abwicklung und ein umfangreiches und kostenloses Fotoservice nachher!!!

(Wolfgang Kohlhofer)

 

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