Urban Challenge Brno (CZE) – 15.06.2019

Die städtische Herausforderung – der Sommer naht!
Irgendwann im Winter hat mir Facebook eine für mich ganz neuartige Veranstaltung vorgeschlagen. Das Interesse war geweckt. Hindernisse, das tschechische Brno welches von Wien nicht so weit weg liegt, Autos zertrümmern und durch alte Fabriken laufen – da muss ich hin, dass waren meine ersten Gedanken dazu 😊 Nach etwas Recherche konnte ich in Erfahrung bringen, dass die Urban Challenge eine tschechische Hindernislaufserie ist, die in Großstädten auf alten Fabrikarealen stattfindet.

Die Anreise
Im Auto eines Freundes, der zur Teilnahme des Laufs ebenfalls schnell überredet werden konnte, hatten wir bereits nach zwei Stunden die abgesperrte Straße des Veranstaltungsortes erreicht. Das Start- und Zielgelände befand sich auf einem Sportplatz, auf dem sich schon haufenweise Läufer, Läuferinnen, Kinder, Begleitpersonen und so weiter tummelten.

Das Abholen der Startunterlagen und die Abgabe beim BagCheck waren schnell erledigt, ebenso das Aufwärmen.

Kurz vorm Start wurden noch einige andere Läufer der union dirtrun.company Läufer erspäht und freudig begrüßt. Allen voran Thomas, der an diesem Tag seinen 100. OCR ins Ziel zu bringen gedachte und den Lauf mit einem entsprechenden Schild um den Hals in Angriff nahm. (So viel sei an dieser Stelle verraten – es klappte natürlich und nochmals auf diesem Wege Gratulation zum großen Jubiläum!!)

Startschuss
Aber nun, es wurde Zeit, ab zur Startaufstellung in eine der vordersten Reihen. Alle 15 Minuten wurden knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Strecke gelassen. Dies hat sich als durchaus ausreichend und vernünftig erwiesen, da sich entlang der Strecke wenig bis gar kein Stau vor den Hindernissen bildete. Es erfolgte das übliche Runterzählen von 10 an und schon ging es raus entlang der Straße und rein ins riesig wirkende Fabrikgelände. Dort lief man dann durch alte Hallen und über herumstehende Plattformen, Flachwägen, Rampen und Netze. Da die Hindernisse in ähnlicher Manier so weiter gingen (immer wieder waren über ca. einen Meter hohe Wägen und Konstruktionen zu überwinden) und die Temperatur bei über 30 Grad lag, war der Lauf schon nach kurzer Zeit ziemlich erschöpfend und ermüdend.

Halbzeit
Abwechselnd ging es den ganzen Kurs über durch die Hallen oder das freie Gelände, bei letzterem auch über alte und schon überwucherte Bahngleise, Reifenberge, abwärts entlang einer Feuerwehrstange und rein in dunkle Stollen (was angenehm kühl war und bei denen sich die Augen erst an die Dunkelheit gewöhnen mussten). Die Wasserverpflegungsstelle wurde von den meisten sehr dankbar angenommen und auch ich hatte ein großes Bedürfnis nach Flüssigkeit. Die Orientierung hatte ich nach dem vielen Zickzack durchs Gelände schon längst verloren und es stellte sich mir immer wieder die Frage, ob ich nicht an genau dieser Stelle bereits vorbeigekommen bin. Doch das war so gut wie unmöglich, denn die Strecke war von Anfang an und bis zum Schluss ausgezeichnet und eindeutig mit Bändern markiert.

Thomas a.k.a. “Mr 100-OCRs” und seine Crew

Grande Finale
Gegen Ende warteten dann für mich zwei ganz neuartige „Hindernisse“ bzw. Aufgaben. Zuerst kam der ersehnte Vorschlaghammer, der für die Bearbeitung des Autowracks gedacht war. Leider waren die Autos schon ziemlich demoliert, so dass meine Schläge der Karosserie nicht wirklich weiteren, ersichtlichen Schaden zugefügt haben (etwas mehr Brutalität wäre wohl angebracht gewesen…) Als nächstes gab es horizontale Rollen, über die der Oberkörper mit Schwung gerollt werden musste. Doch es durfte nicht zu viel Schwung sein, da sonst die Landung auf der anderen Seite zu unkontrolliert von statten ging, mit zu wenig Schwung andererseits liebevoll Kontakt zum Boden auf der Ausgangsseite aufgenommen wurde. Ich kann nicht behaupten, dass ich nach den fünf Rollen die ideale Mischung herausgefunden hatte.

Kurz vorm Ziel gab es für die Läufer noch ein kleines Klettergerüst Richtung abwärts und eine hohe Leiter entlang einer Mauer Richtung aufwärts. Schließlich liefen wir entlang der Straße zurück zum Festgelände, über zwei Autos durch den Zielbogen hindurch und als Belohnung wurde mir die Medaille umhängt. Diese ist eigentlich sehr schön anzusehen und besteht aus einer Metallscheibe im Zahnraddesign mit der Schrift „Urban Challenge“ und einem Fußabdruck.

Fazit
Die Hindernisse selbst waren Großteils recht einfach zu bewältigen und spaßig, doch durch die Vielzahl dieser in Verbindung mit der Hitze und dem Flair des alten Fabrikareals war der Lauf für mich schon anstrengend und sehr einzigartig.

Die Fakten
Streckenlänge: 5km
Höhenmeter Anstieg: 2x 2 Stockwerke 🙂
Hindernisse: 25
Labestationen: 2

Bling Bling aus Brünn

Wolfgang “Abenteuerlust” Kohlhofer

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