Spartan Race Trifecta Weekend, Poiana Brasov, 04.08.2018

Die nachfolgenden Worte können gerne übersprungen werden, wenn es jemanden nur um die Rennen geht, einfach weiter zur nächsten Überschrift, Raceday Poiana Brasov. 😉

Vorwort

Bei wunderschönem Reisewetter begaben wir uns recht zeitig in der Früh zum Flughafen. So begann unsere Reise mit recht verschlafener Mine in das bis dato für die union dirtrun.company noch unerschlossene Rumänien. Abenteuerlich ging es schon zu Beginn los, da wir mit einer kleinen Maschine flogen, welche nur ca. 50 Personen fasste. In Bukarest sicher angekommen, holten wir unser Mietauto ab und bekamen ungefragt ein Upgrade auf eine höhere Fahrzeugklasse, zu welchem wir natürlich nicht nein sagten. Dann ging es recht flott zum Flughafen zurück, wo wir auf Mike warteten, der einen späteren Flug gebucht hatte.

Schnell war klar, dass auf rumänischen Straßen nur eine Regel galt: „Es gab keine!“ Mit einer Stunde Verzögerung kamen wir schließlich an unserer vermeintlichen Adresse an. Wir gingen zur Rezeption um nachzufragen, da die Unterkunft auf den Bildern anders aussah. Kurzer Hand später stellte sich heraus, dass wir ca. zwei Kilometer zurückfahren mussten und das taten wir auch mit der neuen Adresse in der Hand. Bald standen wir dann vor einer Straßenschranke, die von drei rumänischen Männern bewacht wurde.

Überraschung

Nach kurzem lustigem Gequatsche, setzte uns der Chef der Rasselbande einen seiner Bewacher ins Auto und wir fuhren Richtung Rezeption, wenn man das mal so sagen kann. Der Arbeiter hatte augenscheinlich noch weniger Ahnung als wir, wo sich die Rezeption befand, aber mit vereinten Kräften fanden wir sie schlussendlich. Mir ahnte schlimmes, da ich vom äußerlichen Betrachten schon erkannte, dass das Gebäude zwar gebaut wurde, jedoch dürfte das Geld während dem Bauen ausgegangen sein.

Die Rezeption war eine reine Baustelle und weit und breit war kein Mitarbeiter oder Gast zu sehen oder zu hören. Nach einer Wartezeit von ca. zehn Minuten, kam dann ein Herr in Flip-Flops mit einer Zigarette im Mund und verlangte die Buchung. Beim Blick auf die Buchung, war er erstaunt über meine bzw. unsere „Zimmerauswahl“.

Wir mussten alle mal schlucken und waren auch erstaunt das der *Mitarbeiter* erstaunt war über die Auswahl des Zimmers. Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen sollte, aber nichts desto trotz, war unser Apartment überraschenderweise dann genauso wie auf den Bildern, purer Luxus. Es war so wie es auf den ganzen Hotelschilden beschrieben war. Meiner Meinung nach war dies auch das einzige zu vermietende Apartment, da außer uns niemand zu sehen war bzw. meine Vermutung ist, dass die insgesamt 5!!! Zimmer in denen Licht brannte, von denen eines davon uns gehörte, mussten die anderen 4 Zimmer Dauer Mieter sein, anders gibt’s das nicht.

Raceday Poiana Brasov (Julia)

Schon am frühen Morgen klingelte der Wecker und die lange und teilweise chaotische Anreise vom Vortag sowie die Zeitverschiebung war uns durchaus anzusehen. Ohne den Klang der Kaffeemaschine, welcher schon kurz nach dem Aufwachen ertönte, wären wir wahrscheinlich nicht aus dem Bett gekommen. Nach der üblichen Morgenroutine und einem kleinen Frühstück machten wir uns auf zum Renngelände. Schnell war ein Parkplatz gefunden und auch die Startnummernabholung verlief reibungslos. Während sich Markus und Mike für den Sprintstart bereitmachten, konnte ich noch ein wenig entspannen, da mein Start für den Super erst um 13:30 Uhr angesetzt war.

Sprint Poiana Brasov

Start Sprint (Markus)

Am Gelände angekommen, war alles Bestens beschildert und die Anzahl der Teilnehmer war auch überschaubar. Da wir das Gelände schon am Vortag erkundet hatten, wussten wir wohin und die Startunterlagen und sowie die letzten Komplikationen mit dem Teamnamen wurden ohne größere Probleme ausgemerzt. Was mir bis dato unklar war, es wurde sehr gut Englisch gesprochen und teilweise sogar Deutsch, was die ganze Sache angenehmer gestaltete.

Startgelände

Beim Sprint startete ich wieder in der Age Group und beim Hineinspringen in den Startblock, wurde JEDER Teilnehmer vom rumänischen Racedirector persönlich mit einem High-Five begrüßt und es wurde einem ein gutes Rennen gewünscht. Nach meinen 17 Spartan Rennen dieses Jahr empfand ich das als eine schöne Geste und man fühlte sich sofort willkommen. Ich sage es gleich von Anfang an, es waren mit Abstand noch nie so nette Volunteers auf der Strecke! Man hatte wirklich das Gefühl, dass sie ihre Arbeit Leidenschaft machen und Spaß haben! Die Temperaturen beim Start in der Früh waren noch bei geschätzten 22-25 Grad und es war somit angenehm zu laufen. Mit dem klassischen O-U-T wurde wie so oft bergauf gestartet und es ging auf den ersten wirklichen Kilometer zu laufen, was ich nicht wusste, so schön zu laufen blieb das auch der einzige *hahaha*

Bach

Nach 2 Wassergräben, gefolgt vom Balance Beam, wo extrem viele Leute Burpees machen mussten, ging es weiter zu einem wirklich humanen Sandbag Carry der fünf Minuten dauerte. Gefolgt vom A-Frame stellten die Hindernisse für mich noch keine große Herausforderung dar und der erste Anstieg konnte vollzogen werden. Es wurde auf einer roten Ski Piste gestartet und es ging dann drei Kilometer auf einer schwarzen Piste den Berg hinauf. Das einzige Hindernis dazwischen war eine zwei Meter Wand bei der Hälfte.

Der Speer, der Berg und Ich

Vermeintlich oben angekommen, ging es 500 Meter bergab zum Speerwurf. Mit gekonnten Handgriffen wurde ein steckender Speer ausgesucht und 3…2…1…steckte. Hundert Meter weiter stand das Multirigg, das aus einer schrägen Stange und Ringen bestand, passte also und wurde wieder schön durchgeschwungen da die Ringe in einer angenehmen Weite voneinander entfernt hingen.

Multirig

Ein Stück weiter stand der Bender auf einer Anhöhe, was auch kein Problem für mich darstellte. Natürlich ging es dann weiter Bergauf, was sonst. Nach genau fünf Kilometer kam dann die erste Labestation, wo danach gleich hintereinander ein Barbed Wire Crawl, das Seil und die Z-Wand auf mich wartete. Nichts spektakuläres denn der Wire hang hoch, das Seil war noch ein altes hellbraunes und die Z-Wall hatte schöne *breite* Griffe.

Danach ging es auf einen ca.1,5 Kilometer langen Downhill mit einem recht gefährlichen Singletrail. Ich konnte meine Stärke bergab ausspielen und ließ die Beine laufen und der Singletrail wurde schön gesagt: „Hinuntergefetzt“, was sicherlich für die meisten Läufer nicht machbar war, denn ich lief in einer kleinen Gruppe und wir überholten etliche Leute die den Trail gingen oder langsam joggten.

See

Kurz vorm Zielbereich wartete dann noch die Slippery Wall, der Schlitten und dann gings nach 200 Metern in den Zielbereich. Inverted Wall, großes Cargo, Olympus, wieder mit riesen Löchern gefolgt vom Twister und Tire Flip, alles auf 100m platziert. Der Hercules Hoist war dann das vorletzte Hindernis und wie so oft, waren die Säcke unterschiedlich schwer und ich erwischte natürlich einen richtig schweren, Karma J Drüber über die letzte hohe Wand und ab ins Ziel. Ich kam als 8. in meiner AG ins Ziel aber ich lief nicht auf 100% da mein Fokus das Trifecta Weekend war.

Carry

Fazit Sprint (Markus)

Tolle Kulisse für den Lauf aber der Einfallsreichtum an Hindernissen war leider dürftig. Die eine Labestation war Spartan Ost-typisch. Die Strecke an sich war nicht wirklichen eine Laufstrecke sondern nur ein Bergauf oder Bergab. Aber seit dem Spartan Race in Morzine von heuer, bin ich das schon „gewohnt“ J Mit 7,65km 660hm ein würdiger Ost-Sprint.

Vorfreude (Julia)

Nachdem die beiden Herren in den Sprint gestartet waren, habe ich im Zielbereich die Läufer bei der Bewältigung der letzten Hindernisse beobachtet, wobei auch bei mir langsam die Nervosität stieg. Schon beim Blick auf den Berg, war mir klar, dass dieses Rennen nicht mit dem Spartan Race in Wiener Neustadt zu vergleichen sein würde. Aber auch wenn ich mit großem Respekt an meinen ersten Super herangegangen bin, war die Freude auf diese neue Herausforderung groß.

Start Super (Julia)

Nachdem Markus und Mike den Sprint geschafft hatten, wurden sie von mir natürlich einmal genauestens über die Strecke befragt. Die wichtigste und häufigste von mir gestellte Frage war dabei: „Ist es für mich zu schaffen?“.  Nach einer kurzen Regenerationspause machten sich die Beiden schließlich wieder mit mir gemeinsam auf zum Startbereich. Nach ein paar Aufwärmübungen und einigen kurzen Gesprächen mit bekannten Gesichtern begaben wir uns um 13:30 Uhr schließlich in den Startblock. Über die erste Wand gleich einmal alles andere als elegant drüber gehopst, folgte auch schon bald der Countdown und mein erster Spartan Super begann.

Plan Super

Strecke und Hindernisse (Julia)

Vom Startbereich führte die Strecke über den klassischen O-U-T in doppelter Ausführung in einen kurzen Waldabschnitt bevor wir schließlich zu zwei Wassergräben mit knietiefen Wasserstand kamen, gefolgt von dem Balance Beam wo das erste Mal in großer Manier „ausgesiebt“ wurde. Nachdem diese beiden Hürden gemeistert waren, ging es auf einer Straße ein Stück bergab durch einen kleinen Ortsteil.  Im Anschluss kamen wir zum „Sandbag Carry“. Die Verteilung der Sandbags war übersichtlich und schnell hatte ich einen Sack im Nacken und begann die kleine Runde auf dem Hügel, welche direkt bei der „A-Frame“ endete.

Dort durfte ich dann gleich mal meine ersten Burpees machen. Denn bereits beim Griff von der ersten auf die zweite Stange scheiterte ich kläglich. Im Anschluss begann der Anstieg des Berges und die darauffolgenden Kilometer können eigentlich am besten mit dem Wort „steil“ beschrieben werden. Eine brutal lange und steile Bergpassage erwartete uns, die wir unter der strahlend heißen Sonne Rumäniens zu bewältigen hatten.

Berg

Da war ausnahmsweise auch mir einmal zu heiß denn mit Wasserhindernissen wurde gespart bzw. sind sie genau so rar wie gut bezahlte Jobs in Rumänien. Nachdem der erste Anstieg geschafft war, kamen wir zum „Speerwurf“ gefolgt vom Multirig. Nach genauer Analyse der Speere, versuchte ich mein Glück und konnte es kaum glauben, als ich tatsächlich sauber getroffen habe. Die Euphorie hielt jedoch nicht lange an, da ich beim Multirig, welches ausschließlich aus einer Stange und Ringen bestand. Zu meinem großen Ärger rutschte ich beim Übergang zwischen Stange und Ringen ab und es folgte das bekannt Spiel.

Don’t fear the bender

Nach den Burpees erwartete mich schließlich der Bender, von dem ich den größten Respekt hatte. Vor dem Rennen war ich der festen Überzeugung, dass ich bei diesem Hindernis direkt in die Burpeezone gehen würde. Doch nach guten Zusprüchen von Markus und Mike überwand ich mich schließlich und beschloss es zu versuchen. Mike voran zeigte mir seine Technik vor, woraufhin auch ich es versuchte. Ich schwang mich auf die erste Stange und kletterte dann weiter mit klammernden Griff über den Bender.

Dieses Hindernis stellte mit Abstand die größte Herausforderung für mich dar. Ohne die Unterstützung von Mike und Markus hätte ich die Stange in der Mitte wahrscheinlich nie mehr losgelassen. Danach ging der Anstieg weiter. Zwischen zwei Berganstiegen sahen wir schon von weiten hüpfende Teilnehmer. Bald war uns klar, wir müssen den Berg hinunter und wieder hinauf hüpfen.

Gummiband

Dort angekommen bekam ich sofort ein Gummiband in die Hand gedrückt und durfte loshüpfen. Von vorwärts, rückwärts und seitwärts, habe ich jede Hüpftechnik ausprobiert bis wir uns schließlich die Strecke hinunter und wieder heraufgekämpft haben. So viel gelacht, wie bei diesem Teil des Rennens, habe ich denke ich auf der ganzen Strecke nicht. Denn obwohl es viel Kraft von uns abverlangt hat, den Berg hinunter und hinauf zu hüpfen, hat es auch teilweise unglaublich witzig ausgesehen und wir kamen mit anderen Teilnehmern ins Gespräch und machten Späße.

Danach ging die Strecke weiter wie bisher, nämlich steil bergauf. Einige steile Kilometer bergauf und Hindernisse später, war der anstrengendste Teil des Anstiegs geschafft und wir hatten einen unbeschreiblich schönen Ausblick über die ganze Umgebung.

Slackline

Mit diesem Ausblick, waren auch die Burpees bei der Slackline, welche sich dort befand, für uns erträglicher. Im Anschluss führte uns die Strecke einige Kilometer bergab bis hin zu einer Wand sowie dem Barbwire Crawl. Während wir unter dem Stacheldraht den kleinen Hügel hinaufrollten, konnte ich schon die Seile sowie die „Z-Wall“ sehen und ahnte nichts Gutes. Während ich beim Seil über der Hälfte die Kraft verlor und wieder in der Burpeezone landete, klappte die „Z-Wall“ perfekt.

Mit den Tipps von Markus, der hinter mir stand und mit mir mitfieberte, meisterte ich dieses Hindernis und wir liefen weiter bergab die Strecke hinunter. Es erwartete uns eine Trailstrecke, die sich jeder Läufer wünscht. Angenehmer Boden, super Strecke mit tollen Passagen und abgesehen davon kühlere Temperaturen. Die Strecke führte schließlich über einen Bach hinunter, welcher zwar viel Konzentration erforderte, jedoch auch eine gute Erfrischung war.

Armkraft voraus

Diese schöne Laufpassage führte uns dann zum „Atlas carry“ gefolgt von der „Triceps bar“. Zu Beginn hatte ich leichte Schwierigkeiten beim Hochheben der Kugel. Doch schnell war die richtige Technik gefunden und das Hindernis war geschafft. Markus und Mike schwangen sich dann binnen kürzester Zeit über die „Trizeps Bar“, während ich eine gefühlte Ewigkeit darauf verbrachte. Bis ich schließlich kurz vor dem Ende ärgerlicherweise meine Balance verlor und herunterfiel. Nach den Burpees ging es dann noch ein Stück flach weiter, bis wir bereits den Zielbereich von der Ferne sehen und hören konnten. Schnell ging es dann noch über die „Inverted Wall“ sowie das „Big Cargo“.  Wonach auch schon das nächste von mir gefürchtete Hindernis, nämlich der „Olympus“, auf uns wartete.

Technik

Nachdem Mike und Markus wieder in Sekunden die Glocke geläutet hatten, versuchte auch ich mich an diesem Hindernis. Und siehe da, das Zuschauen bei den Rennen hat sich gelohnt. Denn die Technik, welche ich mir von anderen Läuferinnen abgeschaut habe, hat sich bewährt und ich erreichte die Glocke. Der „Twister“ folgte als nächstes und auch wenn ich dabei weitergekommen bin als gedacht, blieben mir die Burpees hier nicht erspart. So machte ich hier noch schnell meine letzten Burpees in diesem Rennen. Unter der Beaufsichtigung von Markus und einem Volunteer, die sich auf Anhieb gut verstanden und reichlich Spaß hatten, während ich mich abplagte. Nach diesen letzten 30 Burpees liefen wir gemeinsam weiter noch zum „Tire Flip“ und dem „Hercules Hoist“.  Bevor es schließlich über die letzte Wand ging und wir gemeinsam die Ziellinie überquerten.

Fazit Super (Julia)

Ich habe zwar noch keine Vergleiche zu anderen Spartan Super Rennen, jedoch finde ich, dass dieser Super neben den 13,9 KM und 1.085 Höhenmetern eine anspruchsvolle und einzigartige Strecke zu bieten hatte. Es war toll organisiert und die Volunteers waren sehr bemüht und fair. Die Strecke hielt viele Herausforderungen sowie einzigartige Trailpassagen für uns bereit und schon alleine der Ausblick war den steilen Anstieg definitiv wert. Der Super hat bei mir auf jeden Fall die Motivation auf das nächste Spartan Race geweckt.

Start Beast (Markus)

Am Sonntag ging es für mich und Mike dann zur letzten Distanz und die Sonne knallte uns um 8 Uhr am Morgen bereits ins Gesicht. Mir ging es, vergleichsweise zu Mike, relativ gut, womöglich da wir in der Kategorie: „Vater und Sohn“ ohne Probleme starten konnten, Spaß bei Seite Mike J

Das Ziel heute war ganz klar, Gemeinsam, statt einsam!

Plan Beast

Wir starteten in der ersten Open Welle und wir blickten über zahlreiche müde Gesichter, aber auch sauberes Gewand wurde da und dort erbklickt. Dies waren jedoch nur eine Hand voll die nur das Beast bewältigten. 3…2….1…los, die ersten 2 Kilometer bis zur A-Frame hat sich nicht geändert. Jedoch ging es dann nicht Richtung ersten Anstieg, sondern über ein großes Cargo Richtung Wald bergab. Mike und ich spekulierten am Vortag bereits und unsere Vermutung war richtig. Im kühlen Schatten erblickte ich von weiten Leute die unter einem relativ hohen Barbed Wire durchgingen. Jedoch bei näherem Betrachten stellte ich schnell fest, dass der Boden eine wahre Gatsch Grube war und man bis über die Knie im Schlamm wartete ( ca.15m lang)  unter dem Draht.

Bach

Danach kam die Erlösung, es ging in einen Bach. Die Steine und das Bachbett waren wie die Natur dort, schroff und hart. Durch ziemlich arge Passagen bahnten wir unsere Wege und wir entschlossen uns zu gehen. Den wenn man sich dort den Knöchel verletzt, musste man wahrscheinlich den ganzen Tag auf Rettung warten. Es zog uns immer mehr in die Wälder von Poiana Brasov. Nach 35min gehen im Bach, ging es dann in den nächsten Wald wo es nach und nach immer steiler wurde. Ich fand das bergauf wesentlich angenehmer als Mike, der mit diesem Anstieg zu kämpfen hatte. Nach über 8km auf der Uhr kam dann das nächste Hindernis, das Memory Board. Wir waren also 6km im Wald ohne einem einzigen Hindernis unterwegs gewesen.

Kühlen Kopf bewahrt

Ich hatte Glück mit meinem Code „46RMHG“  den ich mir mit einer unterhaltsamen Eselsbrücke eingeprägte: “ 46 richtige Männer haben Gitte“. Die Strecke verlief, wie sollte es auch anders sein, bergauf Richtung Gipfelkreuz. Die Strecke wich ein wenig von der Super Strecke vom Vortag ab. Aber wir kamen irgendwann mal bei den Gummibändern heraus. Ich erklärte mit charmanten Schmäh den Volunteers, dass ich mir mein Gummiband genauestens aussuchen werde. Denn das Gummiband ist wie ein guter String, hat man das passende Material und passt die Größe, spürt man ihn kaum. Aber ist er zu klein, möchte man ihn so schnell wie nur möglich wieder ausziehen.

So die Stimmung wieder zum überkochen gebracht mit dieser Aussage, suchte ich mir ein wirklich gut dehnbares Band aus und hüpfte wie der Wind den Rundkurs ab, natürlich wieder bergab und bergauf. Unser Anstieg bis zum Gipfelkreuz war bis zur Hälfte geschafft und es ging weiter hinauf. Nach 20min kam dann das nächste Hindernis.

Metallteil

Das aber schon bekannt war vom Vortag, einen ich weiß nicht wie man es nennt. Ich bin mir auch nicht sicher ob es eine Bezeichnung für das gibt, aber es waren für uns Männer 2 Metallplatten die zusammengeschraubt waren mit einem Seil, wie so oft bergauf einen Rundkurs zu ziehen. Nach einer kleinen Wartezeit schnappte ich mir so ein Teil und ging los. Handschuhe an, einmal um die Handfläche gedreht und ich zog das Metallteil ohne Pause über den Rundkurs. Nach 5min war dieses Hindernis auch wieder beendet und nun ging es endgültig zur Spitze wo uns oben die Slackline erwartete.

Gestern beim Super gescheitert aber heute mit Glanz bestanden was mir zahlreiche Wow´s einbrachte, da ich anscheinend einer der wenigen war. Die Burpee Zone war richtig gut gefüllt. Der Ausblick von ganz oben wunderschön, wir nahmen uns auch die Zeit um uns oben ein wenig umzusehen. Wir genossen die Aussicht in vollen Zügen. Wir wussten es konnte nicht weiter rauf gehen also waren wir einerseits froh. Aber andererseits, wenn wir auf die Uhr blickten hatten wir gerade einmal 12km. Also wussten wir, noch mind. 10km und bis ins Ziel waren es vielleicht 6km. Also musste es noch wo ein paar Schleifen geben, die wir laufen mussten.

Runter von der Höh‘

Von ganz oben ging es wieder fast ganz runter zum Speerwurf wo ja auch Multirig und Bender standen. Mike ließ ich ein wenig hinter mir und wir machten uns aus, uns beim Speer wieder zu treffen. Es ging wirklich steil bergab auf einer schwarzen Piste und ich konnte meinen Füßen wieder etwas Auslauf lassen. Beim Speerwurf platziert, machte ich den klassischen Anfänger Fehler, perfekte Wurfhaltung 3…2…1… Wurf und 10cm vorm Stroh schnellte der Speer wieder zurück, da ich Idiot auf dem Seil stand. Lachend drehte ich mich um und pumpte meine ersten Burpees für dieses Wochenende hinunter. Mit einem angeschlagenen Ego ging ich nochmal zum Volunteer und sagte, dass ich nochmal werfen werde da ich sowieso auf Mike warten musste und ich das blöde Stroh treffen musste, 3…2…1… und perfekt in die Mitte.

Vorfreude

Als Mike dann da war, platzierte auch er den Speer in die Mitte und es ging für uns weiter. Multirig, Bender gemeistert und wir liefen Bergab. Voller Vorfreude, dass wir endlich Richtung Zielgelände liefen, erblickten wir hoch am Berg Menschen gehen. Kurze Zeit später ging die Strecke wieder endlos scheinend den Berg wieder hoch. Nach gefühlter Ewigkeit, erreichten wir dann wieder den Barbed Wire, Seil und Z-Wall. Der Volunteer dort sagte uns es wären noch 5km bis ins Ziel. Wir wussten, wenn wir dieselbe Strecke wie am Vortag liefen würden, stimmte die Aussage. Wir freuten uns schon wieder auf das ca. 3km lange wunderschöne technisch anspruchsvolle Trailstück bergab. Mein Favorit wieder, ein steiler Bachlauf nach ca. 3km wo ich wieder hinunter fetzte. Unten angekommen erledigte ich noch schnell den Atlas Carry und die Triceps Bar und wartete anschließend wieder auf Mike, der den Bachlauf länger „genoss“.

Gleich fertig oder?

Von der Triceps Bar waren es dann nur noch 2km bin ins Ziel, nein falsch gedacht!. Es ging nach 200m laufen wieder brutal und schier unendlich einen Wald bergauf und später wieder Bergab was uns tierisch nervte da wir original 100m weiter rauskamen….unten wurde dann der Memorytest abgefragt und weiter ging es für uns ins Zielgelände. Mike sah sich die Burpee Zone beim Twister nochmal genauer an und ich konnte wieder jedes Hindernis unten bewältigen. Gemeinsam gestartet und gemeinsam ins Ziel gekommen.

Fazit Beast (Markus)

Es war brutal heiß, es gab auf 24 KM mit 1.700 HM 4 Labestationen die wirklich nicht gut aufgeteilt waren. Heute hatten wir einen noch ausführlicheren und anderen Eindruck von der Landschaft erhalten. Ich habe mich wirklich gefreut dort laufen zu dürfen.

Fazit Trifecta Weekend Poiana Brasov / Rumänien (Markus)

Rumänien ein wirklich armes Land, mit einer wunderschönen Landschaft, tolle Trails, abenteuerliche Leute und Spaß beim Laufen mit leider viel zu wenig Wasserhindernisse. Mehr gibt es nicht zu sagen. Augen auf bei der Hotelauswahl. Sonst kann ich dieses Wochenende nur jeden ans Herz legen und es ist auf jeden Fall eine Reise wert!

Dreckige Grüße

Markus & Julia

 

Ergebnisse Sprint + Super: hier

Ergebnisse Beast: hier