Winter Hurricane Heat Liberec Jänner 2018

Der Wecker für unser Abenteuer läutete bereits um 01:00 Uhr. Registrierung startet um 02:30 Uhr und der Beginn des Winter Hurricane Heat sollte pünktlich um 03:00 Uhr folgen.

Winter Hurricane Heat – Liberece – 20.01.2018,   03:00 Uhr – 09:40 Uhr

Nach dem wir im Hotel noch eine Stärkung zu uns genommen hatten, fuhren wir zum genannten Treffpunkt. Die erste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten, denn die Zufahrt zum angeblichen Parkplatz war versperrt. So mussten wir uns schon vor eigentlichen Beginn den Berg zum ersten Mal in der Dunkelheit nach oben Kämpfen. Wir schafften es jedoch rechtzeitig zum Treffpunkt und zur Registrierung. Bei der Registrierung bekam jeder Teilnehmer eine Ziffer zugeordnet und auf die Wange geschrieben (dies sollte noch von Bedeutung sein beim Winter Hurricane Heat ).

Liberec

Pünktlich um 3:00 Uhr folgte der Backcheck (Specialitem: Holzbretter für Schneeschuhe – wtf!?). Bis auf einen Teilnehmer, der die erforderlichen Holzbretter nicht mit den notwendigen Löchern versehen hatte, war alles in Ordnung – die ersten 30 Burpees für die Gruppe folgten. Danach liefen wir ein kurzes Stück Richtung Skisprungschanzenauslauf und die erste Aufgabe sollte folgen.

Remember…. Remember…. und das schnell!

Jeder musste den schneebedeckte Schanzenauslauf erklimmen und einen Code entschlüsseln (jetzt war es gut zu wissen welche Zahl jeder auf seiner Wange stehen hatte). Es war jedoch nicht ein Code wie wir ihn vom Memorycheck bei den klassischen Spartan Races kennen, sondern war eine Kombination aus „4“ und „9“. Das Morsealphabet, welches laut Gearlist gekonnt werden musste, fand hier gleich zu Beginn Anwendung. Zeitlimit für diese Aufgabe 5 Minuten.

Für mich stand Nr. 4:  49 9449 499 999 9 9444 wobei hier 4 – Lang und 9 – Kurz bedeuten sollte (Dies war zu diesem Zeitpunkt jedoch noch ganz klar). Mein Code lautete nun:   N P D S E J

Alle Teilnehmer waren nach 12 Minuten die Schanze wieder hinuntergekommen und weniger als die Hälfte der Teilnehmer konnten den richtigen Code nennen. Ganz klar, Mission fehlgeschlagen! Doch wir bekamen eine neue Chance. Diesmal bekamen wir 10 Minuten Zeit und wurden ermahnt im Team zu arbeiten. Der zweite Versuch verlief besser, das Zeitlimit wurde zwar wieder überschritten, jedoch kamen wir als Team zurück und fast alle haben ihre Codes entschlüsselt. Die wenigen Mitstreiter die ihren Code nicht entschlüsseln konnten, mussten wiederum 30 Burpees machen. Doch solidarisch machten alle Teilnehmer mit – AROOO.

Als kleine Aufgabe zwischendurch wurden die Sandsäcke für die Sandbagcarry den Berg nach unten gebracht. Die ersten drei Touren trug jeder einen Sandsack, dann noch zwei Touren mit jeweils zwei Sandsäcken bis alle an der gewünschten Stelle abgelegt wurden.

Die glorreichen Sieben und ihr Fass

Nun ging es wieder in den Zielbereich. Dort wurden wir durch ziehen von Knicklichtern zufällig in vier Gruppen gelost. Jede Gruppe umfasste nun sieben Leute und jede Gruppe bekam ihr eigenes „Baby“. Dieses Baby war ein volles 100l Metallfass! Durch Zuhilfenahme von zwei Holzstaffeln und alles was wir noch im Rucksack hatten, sollte jedes Baby transportfähig gemachte werden, denn das Ziel war der Berggipfel.

Baby

Die vier Fässer wurden von den Gruppen Richtung Skipiste und die ersten Meter nach oben getragen. Schnell war klar, dass es nicht möglich war die einzelnen Fässer mit der Anzahl der Gruppenmitglieder die Piste hochzubringen. Nach dem ersten Anstieg wurde umgestellt und jedes Baby wurde nun von zwei Gruppen den Berg hochgeschleppt. Somit mussten alle ein zweites Mal nach unten und noch ein Fass den Berg nach oben schleppen. Schlussendlich schafften alle Teilnehmer und alle Babys den Weg nach oben.

Baby

Nach kurzer Rast bekam jede Gruppe wieder ihr Fass und es ging einen horizontalen verschneiten Waldweg entlang. Die Fässer wurden bis zu einer kleinen Lichtung getragen, dort ab- und nebeneinander aufgestellt. Zwischen den vier Fässern wurden nun Schnüre gespannt, keiner ahnte was die nächste Aufgabe werden sollte. Jede Gruppe sollte nun ein Lagerfeuer entfachen und die gespannte Schnur verbrennen. In einem von Schnee bedeckten Wald ausreichend brennbares Material zu finden war weniger einfach, doch schafften drei der vier Gruppen die Aufgabe innerhalb der Zeit.

Auf Bigfoot‘s Spuren

Die Fässer wurden nun wieder von den Gruppen entlang des Weges bewegt. Nach kurzem wurden die Fässer abgelegt und aus den mitgebrachten Holzbrettern und Seilen Schneeschuhe gebastelt. Die Schneeschuhkonstruktion, die bereits vorab angekündigt wurde hielt nicht ganz was sich die Kryptea versprach und die geforderten Meter die jetzt die Fässer getragen werden sollten wurden eine lange Angelegenheit. Schuld daran war auch, dass sich mittlerweile die Tragekonstruktionen unsere Babys auflösten. Die Kryptea hatte ein Einsehen und wir verstauten die Schneeschuhe wieder in den Rucksäcken und schleppten die Fässer weiter zur nächsten Skipiste. Nun sollten die Fässer noch sicher den Berg nach unten transportiert werden bevor wir sie wieder abgeben durften. Vom Startbereich rannten wir nun zum Zielbereich über die Ziellinie wo unser Abenteuer um 09:40Uhr sein Ende finden sollte. WE ARE THE STORM – AROOO!

Winter Hurricane Heat

Mein Fazit:

Dieser Winter Hurricane Heat war ein Erlebnis das ich nicht missen möchte. Auch wenn zum Unterschied eines normalen Hurricane Heats die Kälte eine zusätzliche Herausforderung und Belastung darstellt. Den Teamspirit eines Hurricane Heat muss man jedoch jedenfalls erlebt haben. Umso schwieriger die Aufgabe, desto enger der Zusammenhalt. So war es auch in Liberec! Eine ganz klare Empfehlung von meiner Seite.

Um 11:15 Uhr folgte der Wintersprint….

(Wolfgang Orsolits)