Bieg Katorżnika 2015 – Dreck in neuen Dimensionen….

Schon am Vortag des Laufes ging es für einen Teil der dirtrun.company nach Lubliniec / Polen zum Bieg Katorżnika 2015. Gehört hatte man schon viel über den Lauf und das besondere war die größte Medaille die man bisher gesehen hatte….

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Nach mehr oder weniger entspannter Fahrt ging es gleich zur Anmeldung zum Wettkampfgelände. Da man ja genügend Zeit zur Verfügung hatte wurde auch gleich das Gelände erkundet. Ein riesiger See der einmal umrundet werden sollte…wir gingen ein Stück den See entlang und konnten nicht wirklich Eindruck von dem Ganzen gewinnen. Man sah zwar das die Absperrbänder immer nur im Wasser waren, aber so wirklich vorstellbar war es nicht. Die Höhepunkte der Besichtigung waren die Unmenge an toten Fischen die im See umher trieben….

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Danach ging es zum Hotel, in dem sich auch Holländer der Dutch Mud Men einquartiert hatten. Der Großteil der Holländer startete beim Prisoner Run, der aber eine eigene Geschichte ist… Wir machten uns auf die Stadt zu erkunden, schlemmten vorzügig und ließen den Abend bei dem einem oder anderem Bier ausklingen.

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Nach dem Frühstück ging es zum Wettkampfgelände und schon beim Parkplatz traf man den Rest der Crew. Gemeinsam ging es zum Start- Zielbereich und dort traf man die letzten Vorbereitungen für den Start. Nach und nach trudelten die sichtlich gezeichneten Teilnehmer des Prisoner Runs ein und man konnte sich die ersten zaghaften Vorstellungen machen was auf einen zukommen würde….

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Pünktlich um 11:00 Uhr startete unser Block und es ging in das ca. 35 Grad warme Seewasser, jetzt war auch das Fischsterben verständlich. Die ersten 1,5 km ging es nur dem Seeufer im Wasser entlang. Dies war aber noch der gemütlichere Teil, da der Sog der Läufer eine Strömung in Laufrichtung erzeugte.Man wurde quasi praktisch mitgesaugt, aber mit der Herrlichkeit war es bald vorbei und es ging in einen Bach. Der wollte anscheinend überhaupt nicht enden und war mit Ästen und Steinen voll.

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Überhaupt war die gesamte Laufstrecke ein Wechsel aus: Bach mit Ästen und Steinen – See mit Schilf – Schlammgräben – kurze Laufabschnitte im Wald – natürlich Hindernisse (Bäume, Gräben, Röhren, usw.). Über die gesamte Laufdistanz das gleiche Spiel…rein – raus und ca. 85 Prozent der Laufstrecke im Wasser oder Schlamm. Jetzt wurde einem auch klar warum der Großteil der Starter mit „Schienbeinschützern aller Art“ liefen.

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Das schlimmste aber waren immer wieder diese Schlammbäche die unterschiedlich tief waren und den einen oder anderen Schuh verschluckten. Diese wurden entweder nur gequert oder eine kurze Strecke der Länge nach durchquert. Obwohl die Beine immer schwerer wurden versuchte man zum Ende hin doch noch etwas zu laufen, was auf Grund der einsetzenden Kraftlosigkeit zu dem einem oder andern Hoppala führte. Kurz vor dem Ziel begannen erst die Hindernisse in Form zweier alter Häuser: Keller rein – Fenster raus – Leiter rauf – ums Haus – Stiegen runter – ums nächste Haus usw. usw. Dann kam man endlich zum Zielgelände wo einen noch eine kleine Hindernisbahn inkl. Stacheldraht erwartete. Auch das wurde gemeistert. Gemeinsam mit Peter lief ich ins Ziel und wir nahmen voller Freude „das Ding“ in Empfang.

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An dieser Stelle wieder einmal ein Danke an Peter, in dessen Windschatten ich mich die meiste Zeit des Laufes????? bewegte….

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Fazit: Diesen Lauf muss man als Dreckfreak einmal gemacht haben! Alles was dir davon erzählt wird ist halb so schlimm wie die Wahrheit und trotzdem war gleich nach dem Lauf klar: Nächstes Jahr komme ich wieder. Wasser und Schlamm soweit das Auge reicht – Hindernisse darin die man einfach nicht sehen und erahnen konnte – usw. usw. Trotz des unwegsamen Geländes top markiert und beste Verpflegung auf der Strecke. Eine Unmenge an Zuschauer die jedem Läufer anfeuerten und hilfsbereite Streckenposten.

10435394_959260607468408_9176542258299310342_nErgebnisse der dirtrun.company:

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