Spartan Windsor Trifecta (UK) – 05. und 06.10. 2019

Die Anreise
Unsere Anreise per Bahn, Flugzeug und Mietwagen verlief ohne Verzögerungen und auch sehr unkompliziert. Gerade was Mietwägen bzw. das Fahren in England anbelangt, bleibt aber trotz unserer Reiseerfahrung in UK immer ein gewisser Nervenkitzel.

Auf der „verkehrten“ Seite mit einem „verkehrten“ Auto zu fahren ist schon eine Challenge. Es gibt aber ein paar Faktoren die es einem ungemein erleichtern: 1. ein Automatikauto, 2. die Engländer, die sehr ruhige und entspannte Fahrer sind und 3. ein Beifahrer, der einem trotz Navi, alles genauestens ansagt – inkl. der Info, dass man wieder einmal zu weit links fährt 🙂

Unterkunft
Das Hilton Bracknell ist nur einige Autominuten vom Veranstaltungsgelände der Rapley Farm, Bagshot Berkshire entfernt. Leider gibt es kein Abendbuffet mehr, wie im Vorjahr. Auf dieses hatten wir uns sehr gefreut.

Nach einer nicht ganz erholsamen Nacht, da die Nervosität schon zu spüren war, machten wir uns, nach einem sehr reichhaltigen Frühstück, auf den Weg zum Veranstaltungsgelände. Es herrschte angenehmes Laufwetter, obwohl Regen angesagt wurde, blieb dieser zum Glück aus. Der Wind machte es aber spürbar kälter.

Gelände und Registrierung
Die Parkplätze sind kostenpflichtig und schlagen 5 Pfund pro Tag zu buche. Sie finden sich auf einer großen Wiese ca. 500 Meter vom Veranstaltungsgelände entfernt. Wer sich diese 5 GBP ersparen möchte, muss zwangsläufig gut zu Fuß sein und mind. 20min Fußweg einplanen.

Die Registrierung war wie in England gewohnt flott und unkompliziert erledigt. Leider gibt es bei Spartan UK aber keine eigene Anmeldung für Trifecta Starter, in der man sich gleich seine gesamten Startunterlagen ausfassen kann. Wir starteten also um 11:15 Uhr in das erste Rennen, das Beast.

Strecke

Vorwiegend flach, zick zack, rauf und wieder runter durch die Wälder Windsors, sehr viele Schlammpassagen, wo einige, mich eingeschlossen, bis zur Hüfte im Moor steckten.

Samstag, Beast (23 km, 300 hm)
Spartan Phil, der Sixpacktyp mit rotem Cap, der uns statt mit Aufwärmübungen, mit coolen Sprüchen und Witzen einheizte, war auch wieder da. Ehe wir noch bereit waren, zählte er 3, 2, 1 und los ging es.

Wir starteten mit 2 kleineren Wänden, danach ging es per Trampelpfad in den Wald hinein zur ersten Schlammpassage. 2 große Wände folgten, nach einigen Laufmetern kamen Schachtringe, das Cargo-Netz, danach musste man ein Stück bergauf laufen, wo der Bender auf einen wartete. Es gab die typischen Spartanhindernisse. Extra erwähnen möchte ich, dass es beim Twister und bei der Tyrolean Traverse eine Penalty Lane (Strafrunde) statt der obligaten 30 Burpees, gab, wenn man das Hindernis nicht schaffte.

Es gab auch 2x den Barb Wire Crawl mitten durch Geäst und Baumstümpfe und den Sandbag Carry einmal mit 18 bzw. 27 kg und einmal mit 13 bzw. 22 kg. Direkt vor dem Fire Jump mussten wir noch über die Inverted Wall.

Das Beast in der Tasche ging es danach gleich zurück zum Hotel um etwas den Wellnessbereich zu genießen.

Sonntag, Super (15 km, 150 hm) und Sprint (7 km, 70 hm)
Wir hofften auf eine frühere Startzeit als 11:30 Uhr, damit wir so früh wie möglich unsere 2fach Trifecta in Händen halten konnten. Denn im Vorjahr hatten wir leider das Pech, dass es für uns weder Trifecta-Weekend-Medaillen noch eine 2fach Medaille gab. Alles war bereits ausgegeben und das wollten wir nicht nochmal erleben.

Leider war das nicht möglich, denn wie am Vortag, waren alle Startblöcke voll und wie bereits erwähnt gibt es leider keine eigene Registrierung/Startregelung für Trifecta Läufer.

Nachdem wir schon um 8.00 Uhr vor Ort waren und noch sehr viel Zeit hatten bis um 11.15 Uhr, gingen wir zurück zum Auto, das wir dieses Mal direkt am Gelände (neben der Registrierung) parken konnten. Gegen 10:30 Uhr gingen wir uns Aufwärmen und gaben unsere Taschen ab.

Spartan Phil war wie immer sehr spärlich gekleidet und das Wetter war auch dieses Mal auf unserer Seite. Kein Regen und die Sonne, welche sich im weiteren Rennverlauf auch noch zeigte. Nachdem uns der Muskelkater vom Vortag verfolgte, ging es nicht so zügig wie gehofft voran. Das Positive war ja, dass wir weniger Hindernisse vor uns hatten.

Nachdem wir uns durch den Super und die noch mehr werdenden Schlammpassagen gekämpft hatten, gingen wir zur Anmeldung um uns für den Sprint anzumelden. Gleich die nächste Startwelle sollte es sein.

Gesagt getan, wir gaben unsere Sachen erneut ab und starteten in den Sprint. Es sind nur noch 7km, das schaffen wir auch noch, jetzt kann nix mehr passieren.

Nach den ersten Hindernissen freute ich mich schon sehr auf den Firejump und unsere 2fach Trifecta Medaille. Mit den Gedanken bereits beim Blech übersah ich den Graben, bin ja erst zweimal da durch 😉 . Ich rutschte aus und fiel dabei in ein Geflecht aus Dornen. Spätestens zu dem Zeitpunkt hätte ich gerne Handschuhe getragen. Ich zog 2 Dornen raus, für den Rest hatte ich keine Zeit. Bei den kommenden Hindernissen biss ich die Zähne zusammen, irgendwann hab ich nix mehr gespürt. Wir kamen nach 7 km ins Ziel, voll Vorfreude auf die Weekend- und 2fach Trifecta.

Die Enttäuschung war sehr groß, als man uns sagte, dass schon wieder zu wenig geliefert bzw. bestellt wurden. Die Weekend bekamen wir mit einem Andorraband und die 2fach Trifecta war gar nicht da. Wir bekommen sie geschickt wurde uns versichert. Ja, das kennen wir schon. Wenn du im Oktober einen Lauf machst und die Medaillen im Februar dann in der Post sind. Die Freude war dahin, der Ärger sehr groß, mit Tränen in den Augen verließen wir das Gelände. Naja nicht ganz, meine Dornen waren ja noch da. Nach einem Händewaschen, so gut es ging, wurde ich beim Medical Zelt vorstellig. Dort entfernte die Notärztin sehr professionell etliche Dornen aus meinen Händen.

Fazit
Die Startblöcke waren viel zu voll und so kam es zu spürbaren Wartezeiten bereits an den ersten Hindernissen. Die Strecke ist sehr schön und überwiegend flach. Die Volunteers sind sehr motiviert, freundlich und feuern einen an.

Marion “Rutschzwergal” Piotrowicz-Weiss
Monika “DieSemiPolnischeCheckerin” Piotrowicz-Weiss

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